Die Reproduktionstoxikologie befasst sich mit den Auswirkungen von potentiell schädigenden Faktoren (z. B. Medikamenten, Arbeitsplatz- und Umweltchemikalien)
Seit der Contergan®-Affäre ist das Bewusstsein der Öffentlichkeit für derartige Komplikationen besonders geschärft. Zwischen 1958 und 1961 wurden rund 10.000 Kinder mit schweren Gliedmaßendefekten geboren, deren Mütter das Schlafmittel Thalidomid eingenommen hatten. Seither herrscht bei pharmazeutischer Industrie, Ärzten und Patientinnen berechtigte Vorsicht, häufig jedoch auch irrationale Angst im Hinblick auf den Einsatz von Arzneimitteln in der Schwangerschaft.
Andererseits kann ein Absetzen aller Medikamente aus Furcht vor kindlicher Schädigung bei chronisch kranken Schwangeren (z. B. im Falle von Anfallsleiden, Bluthochdruck oder Asthma bronchiale) zu dramatischen Verschlechterungen der Grunderkrankung und damit zu einer erheblichen Gefährdung von Mutter und Kind führen.
Aufgrund mangelhafter Information werden immer wieder Schwangerschaftsabbrüche nach Exposition mit Medikamenten, Strahlung, Infektionen, Arbeitsplatz- oder Umweltchemikalien durchgeführt, die durch kompetente Beratung verhindert werden könnten.
Mit Hilfe von EDV-gestützten Datenbanken können wir Ihnen schnell und umfassend aktuelle Erkenntnisse über den Einsatz von Medikamenten in Schwangerschaft und Stillzeit sowie über fruchtschädigende Umweltfaktoren vermitteln.
Das Institut für Reproduktionstoxikologie hat sich folgende Ziele gesteckt:
Neben der Berliner Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie gehören wir als deutsches Referenzzentrum dem European Network of Teratology Services (ENTIS) an. Unser Beratungsangebot wird in Deutschland und dem angrenzenden Ausland jährlich über 4.000 mal in Anspruch genommen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter http://www.reprotox.de
