Krankenhaus St. Elisabeth
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Abteilung für Gefäß- und Thoraxchirurgie

Das Kompetenzzentrum für Gefäßmedizin

Die Gefäßchirurgie ist eingebettet im interdisziplinären Zentrum für Gefäßmedizin der Oberschwaben Klinik. Die Koordination des Zentrums obliegt der Abteilung Gefäß- und Thoraxchirurgie. Die Abteilung ist seit 2005 zertifiziertes Gefäßzentrum.

Auf Grund der sehr engen Kooperation mit den Fachbereichen Radiologie, NeuroradiologieKardiologie und Neurologie mit überregionalem Schlaganfallschwerpunkt und Angiologie sind wir ein Zentrum von überregionaler Bedeutung.

Schwerpunktmäßig werden alle arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen diagnostiziert und behandelt. Insgesamt werden jährlich über 1600 Operationen sowie ca. 600 Gefäßinterventionen durchgeführt. Rund 2800 Patienten behandeln wir sowohl stationär als auch ambulant. Eine fachärztliche gefäßchirurgische Rund-um-die-Uhr-Versorgung ist gewährleistet.

In der Abteilung sind zurzeit drei Fachärzte für Chirurgie und Gefäßchirurgie, ein Facharzt für Chirurgie, sowie eine Fachärztin für Angiologie tätig. Vier weitere Ärzte befinden sich in der Fachweiterbildung.

Schwerpunkte der Abteilung

Versorgung von Einengungen der hirnversorgenden Gefäße (Carotisstenosen):

  • Die  Versorgung von Einengungen der hirnversorgenden Gefäßen erfolgt nach Festlegung der Therapie im Expertengremium zwischen Neurologen, Neuroradiologen und Gefäßchirurgen.
  • Daraus ergibt sich die Therapieempfehlung, ob eine offene Operation, eine Stentimplantation (CAS) oder ein konservatives Vorgehen erfolgen soll. 

Aussackungen der Körperhauptschlagader (Aortenaneurysma):

  • Bei einer Aussackung der Körperhauptschlagader besteht die Gefahr des Einreißens der Gefäßwand. Um dem Vorzubeugen, sollte diese Aussackung operativ behoben werden.
  • Diese Aussackungen der Körperhauptschlagader können in Abhängigkeit von den anatomischen Verhältnissen entweder offen operativ oder  minimal-invasiv mittels Stentprothese (EVAR) versorgt werden.
  • Die Abteilung für Gefäß- und Thoraxchirurgie ist zur Versorgung von Aortenaneurysmen nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zum Bauchaortenaneurysma des G-BA nach § 91 Abs. 7 SGB V zugelassen.

Periphere Durchblutungsstörungen:

  • Es werden alle gängigen non-invasive und als auch invasive Diagnosetechniken zur Untersuchung von arteriellen wie venösen Gefäßerkrankungen angeboten.
  • Hierzu gehört neben der Duplexsonographie die MR-Angiographie, das Angio-CT sowie die Digitale Subtraktions-Angiographie. Die radiologischen Untersuchungsleistungen werden durch unsere Kollegen in der Radiologie bzw. Neuroradiologie durchgeführt.
  • Die Behandlung von arteriellen Durchblutungsstörungen sowohl an den oberen, aber vor allem an den unteren Extremitäten, erfolgt durch moderne OP-Verfahren. In der Bypasschirurgie wird bevorzugt körpereigenes Material (oberflächliche Beinvenen) verwendet. Unter bestimmten Vorraussetzungen sind allerdings auch künstliche Blutleiter notwendig.
  • Ebenfalls werden sogenannte Hybridverfahren durchgeführt, bei denen eine Gefäßdilatation mit einen Bypassverfahren kombiniert wird.
  • Häufig lassen sich Einengungen und kurze Gefäßverschlüsse auch durch Kathetertechniken (interventionell) allein behandeln. Hier kommen Methoden wie die Ballondilatation, Stent-Implantation, lokale Lysetherapie oder Aspirationsthrombektomie zum Einsatz. Diese Maßnahmen werden in Kooperation mit der Abteilung für Radiologie durchgeführt.

Wundzentrum:

  • Im Wundzentrum werden chronische Wunden jedweglicher Genese ambulant als auch stationär behandelt.
  • Die Behandlung von chronischen Wunden im Zusammenhang mit Durchblutungsstörungen oder chronischen venösen Abflussbehinderungen (Ulcus cruris) bedingt eine sorgfältige angiologische Diagnostik.
  • Die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms erfolgt chirurgisch-angiologisch. In der Regel ist der Auslöser dieses Krankheitsbildes allerdings eine Polyneuropathie.
  • Es kommen moderne Wundauflagen zur Anwendung.
  • Ebenso werden biochirurgische Therapieverfahren mit klinischen Maden eingesetzt.
  • Auch die Vakuumtherapie findet Anwendung.

Dialyseshuntchirurgie:

  • Es werden alle Formen von Dialyseshuntneuanlagen, ob mit körpereigener Vene oder  künstlichem Blutleiter, durchgeführt. Ebenso erfolgen alle Formen von Shuntrevisionen.
  • Interventionelle Verfahren zur Wiedereröffnung verschlossener oder eingeengter Dialyseshunts mittels Ballondilatation und Lyseverfahren werden angewendet.
  • Die Implantation von Vorhofkatheter unterschiedlicher Typisierung für die Dialyse wird ebenfalls angeboten.
  • Eine spezielle Sprechstunde für Patienten mit Dialyseshunts ist eingerichtet.

Varizenchirurgie:

  • Die Behandlung von Krampfadern erfolgt nach  modernen minimal-invasiven Techniken unter Berücksichtigung der stadiengerechten Einteilung. Die Eingriffe werden sowohl ambulant als auch bei entsprechenden Vorraussetzungen stationär angeboten. 

Konservative Gefäßmedizin:

  • Diagnostik und Behandlung von entzündlichen Gefäßerkrankungen (Vaskulitiden)
  • Erkrankungen von Gefäßen, welche einer operativen bzw. interventionellen Therapie nicht zugänglich sind
  • Funktionelle Durchblutungsstörungen
  • Thrombosebehandlung: Ursachensuche

Weitere Therapieangebote

  • Ambulante als auch stationäre Port- und Katheter-Implantationen bei Tumorpatienten
  • Thoraxchirurgische Versorgung von schweren Brustkorbverletzungen
  • Thorakoskopische Behandlung von Pleuraergüssen, Spontanpneumothorax
  • Pleuraempyembehandlung

Qualitätssicherungsprogramme:

  • Zertifizierung als anerkanntes Gefäßzentrum durch die Gesellschaft für Gefäßchirurgie seit März 2005, Rezertifizierung 2009
  • 14-tägiges zertifiziertes interdisziplinäres neurovasculäres Kolloquium
  • Teilnahme an der internationalen Space-2 Studie zur Versorgung von Patienten mit asymptomatischen Einengungen der Halsschlagader
  • Fortbildungen für niedergelassene Kollegen und Klinikärzte im Rahmen des Arbeitskreises für Gefäßmedizin in Kooperation mit der Angiologie des BWK Ulm
  • Externe und interne Weiterbildung zum Qualitätsbeauftragten der Oberschwaben Klinik
  • Leitung Qualitätszirkel chronischer Wunden der Kreisärzteschaft
  • Externen Qualitätssicherung nach § 137 SGBV für Carotis-Chirurgie
  • Teilnahme an der Qualitätssicherung Bauchaorten-Aneurysma der deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie seit 1998
  • Zulassung zur Aortenchirurgie nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zum Bauchaortenaneurysma des G-BA nach § 91 Abs. 7 SGB V

Kontakt

Kontakt

Telefon: 0751/87-2256
Fax: 0751/87-2676
E-Mail Anfrage

Chefarzt und LPPM

Chefarzt
Dr. med. Wilfried J. Mayer

Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, Endovaskularchirurgie, Notfallmedizin

Leitung Pflege- und Prozess-
management
Claudia Keller

Dipl. Betriebswirtin (FH)
für Pflege-
management

Oberärzte

Olivia Goumas

Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie

Dr. med. Klaus Reinhuber

Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie

Ralf Remmele

Facharzt für Chirurgie

Katrin Westhoff

Fachärztin für Innere Medizin und Angiologie

Sekretariat

Gabriele Spieß
Adelindis Fischer

Ambulanzassistenz

Regina Hartinger
Susanne Kemenater