Die Abteilung für Neurochirurgie verfügt über insgesamt 41 Betten in 1-, 2- oder 3-Bett-Zimmern. Darüber hinaus stehen 6 Betten auf einer so genannten Intermediate Care Station (Intensiv Überwachungsstation) zur Verfügung. Patienten, die auf Grund der Schwere ihrer Erkrankung beatmet werden müssen, werden auf der interdisziplinären operativen Intensivstation untergebracht, die 12 Betten umfasst und von Anästhesisten betreut und geleitet wird.
Selbstverständlich steht das Team der Neurochirurgen rund um die Uhr für die Patienten bereit. Dabei wird es in seiner Arbeit von speziell geschulten Pflegekräften, Physiotherapeuten und Servicepersonal hervorragend unterstützt.
Chefarzt Dr. Gerhard Staimer verfügt über die Weiterbildungsbefugnis im Gebiet Neurochirurgie.
Behandlungsspektrum
Zahlreiche Erkrankungen des Gehirns, der Wirbelsäule und des Rückenmarks sowie der peripheren Nerven erfordern einen neurochirurgischen Eingriff. Vorab ermöglicht das Kollegenteam der Neuroradiologie mit den derzeit modernsten Untersuchungsmöglichkeiten und –methoden (Computertomographie, Kernspintomographie und Angiographie) eine exakte Diagnostik als Voraussetzung für die anschließende Operationsplanung.
Im Bereich des Gehirns werden Tumore mit Hilfe der routinemäßig zur Verfügung stehenden Neuronavigation bei weitestgehender Schonung des gesunden Gehirngewebes unter Mikroskopsicht entfernt. Unterstützt wird der Operateur durch die Möglichkeit intraoperativer Ultraschallbildgebung und Neuromonitoring.
Bei nachgewiesenen Missbildungen von Hirngefäßen (Aneurysma, Angiom) besteht neben der Möglichkeit eines operativen Eingriffes auch die Option eines endovaskulären Verschlusses der Anomalie von Seiten der Neuroradiologen. Daneben werden Operationen am Gehirn auch bei verschiedenen Schmerzsyndromen (z.B. Trigeminus-Neuralgie) oder einer Erweiterung der Hirnflüssigkeitskammern (Hydrozephalus) vorgenommen.
Im Bereich der Wirbelsäule und des Rückenmarks werden neben Verletzungen insbesondere degenerative Veränderungen, aber auch Entzündungen und Tumore operativ behandelt. Eingriffe bei Bandscheibenvorfällen und Spinalkanalstenosen als allseits bekannte Volkskrankheiten stehen dabei an erster Stelle. Das Operationsverfahren hängt dabei von der Lokalisation und der Art der Schädigung der Wirbelsäule ab. Neben der reinen Entlastung der nervalen Strukturen, wie zum Beispiel bei der Entfernung eines Bandscheibenvorfalles stehen stabilisierende und stellungskorrigierende Verfahren bis hin zum Ersatz eines Wirbelkörpers zur Verfügung. An der Halswirbelsäule können unter bestimmten Voraussetzungen auch Bandscheibenprothesen als funktionserhaltende Maßnahme eingesetzt werden.
Im Bereich der peripheren Nerven werden vor allem Eingriffe bei Kompressionssyndromen und tumorbedingten Veränderungen durchgeführt.
Auf Grund der engen Nachbarschaft und Kooperation mit dem Kinderkrankenhaus ist auch bereits bei Säuglingen und Kleinkindern eine neurochirurgische Behandlung von Tumoren und Missbildungen (z.B. Hydrozephalus, Schädeldeformitäten, Meningocelen) möglich.
Selbstverständlich werden bei allen Operationen mikroskopische und/oder endoskopische Verfahren eingesetzt.
Notfälle
Zu jeder Tages- und Nachtzeit ist die Versorgung aller neurochirurgischen Notfälle auf das Beste gewährleistet. Dazu zählen insbesondere Patienten mit schweren Schädel-Hirn- und Wirbelsäulen-Verletzungen, Hirnblutungen und akuten Querschnittslähmungen auf Grund bösartiger Erkrankungen.
Bei notwendiger Verlegung aus auswärtigen Krankenhäusern wird zur schnellstmöglichen Therapieentscheidung ein hochmodernes Bildübertragungssystem eingesetzt, über das bereits vorab präzise Informationen übermittelt werden können, um notwendige Maßnahmen noch vor Eintreffen des Notfallpatienten in die Wege leiten zu können.
Darüber hinaus wird - soweit notwendig - in engster Kooperation mit den anderen Fachdisziplinen unseres Hauses über die weiteren erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Schritte entschieden.
Ambulanz
Für dringende Fälle steht in der Notaufnahme des Krankenhauses St. Elisabeth natürlich auch ein ärztlicher Mitarbeiter der Abteilung für Neurochirurgie 24 Stunden/Tag zur Verfügung. Daneben besteht die Möglichkeit einer ambulanten Patientenvorstellung nach Terminvereinbarung auf Überweisung durch einen Facharzt für Neurologie, Neurochirurgie oder Orthopädie.
Weitere Links und Selbsthilfegruppen