Die Abteilung für Neurologie und klinische Neurophysiologie bietet mit insgesamt 55 Betten ein differenziertes und auf die Patientenbedürfnisse abgestimmtes Behandlungskonzept. Eine Stroke-Unit (Schlaganfall-Spezialeinheit) steht mit 8 Überwachungsbetten und einem speziell geschulten Team aus Pflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Ärzten zur schnellen umfassenden Diagnostik und Therapie von Hirninfarkten und Hirnblutungen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Stroke-Unit wurde von der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe als überregionaler Schlaganfallschwerpunkt zertifiziert und ist Kompetenzzentrum für die lokalen Schlaganfallstationen in Wangen und Friedrichshafen.
In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie und Kardiologie, kommen alle konservativen und interventionellen Therapieverfahren (u. a. systemische und lokale Lysebehandlung, Implantation von Stents) zur Anwendung.
Darüber hinaus besteht eine enge Kooperation zu den Abteilungen für Gefäß- und Thoraxchirurgie (z. B. bei Carotisoperationen) und Neurochirurgie (bei operativen Eingriffen an Gehirn und Wirbelsäule).
In der Abteilung für Neurologie werden alle Erkrankungen des zentralen (Gehirn- und Rückenmark) und peripheren Nervensystems sowie der Muskulatur diagnostiziert und behandelt. Hierzu zählen Bewusstseinsstörungen unterschiedlicher Ursache, hirnorganische Anfälle (Epilepsien), akute und chronische Entzündungen des Nervensystems (Meningitis, Encephalitis), Autoimmunerkrankungen (z. B. Multiple Sklerose) und neurodegenerative Erkrankungen (Parkinson-Syndrome, Morbus Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose etc.).
Im Bereich der kassenärztlichen Versorgung stellen cerebrovaskuläre Erkrankungen einschließlich der doppler- und duplexsonografischen Gefäßdiagnostik u. a. extrapyramidal motorische Störungen, die zum Teil mit Botulinumtoxin behandelt werden, einen Schwerpunkt dar. Die neurologische Schmerzambulanz steht Patienten mit Kopf-, Rücken- und neuropathischen Schmerzsyndromen zur Verfügung und ist Teil des Regionalen Schmerzzentrums Ravensburg/Wangen.
Die wichtigsten Partner der Neurologie am Krankenhaus St. Elisabeth sind, neben den niedergelassenen Ärzten, die Abteilungen Neuroradiologie, Kardiologie, Gefäß- und Thoraxchirurgie und Neurochirurgie mit dem großen Vorteil, dass alle Fachdisziplinen "unter einem Dach" angesiedelt und auf kurzem Weg verfügbar sind. Dies gewährleistet eine reibungsfreie und zeitnahe Diagnostik und Therapie unserer Patienten.
Die Neurologische Schmerzambulanz ist Bestandteil des Regionalen Schmerzzentrums Ravensburg/Wangen. Neben den sehr häufig auftretenden primären Kopfschmerzformen werden neuropathische Schmerzsyndrome diagnostiziert und behandelt.
Zu den primären Kopfschmerzen zählen insbesondere die Migräne, der Spannungskopfschmerz sowie der Cluster-Kopfschmerz.
Neuropathische Schmerzen finden ihre Ursache in einer Läsion des zentralen oder peripheren Nervensystems. Hierzu gehören Neuralgien (z. B. Trigeminus- und postzosterische Neuralgie), Polyneuropathien, Nerven-, Wurzel- oder Plexusverletzungen (Phantomschmerz) sowie zentrale Schmerzen im Rahmen von Infarkten oder Tumoren des Gehirns oder des Rückenmarks.
Nach erfolgter Diagnostik bieten wir unseren Patienten ein multimodales Therapiekonzept nach neuesten und internationalen Standards. Bei unzureichender ambulanter Versorgung besteht die Möglichkeit einer stationären Therapie.
Pro Jahr erleiden in Deutschland ca. 300.000 Menschen einen Hirninfarkt (Schlaganfall). Von entscheidender Bedeutung für den Krankheitsverlauf eines Schlaganfalls sind die rasche Diagnose und die sofortige Einleitung einer Therapie. Liegt der Beginn der Symptomatik nur wenige Stunden zurück, kann versucht werden, ein verschlossenes Blutgefäß mittels einer Lyse, d. h. einer medikamentösen Auflösung eines Gerinnsels, wieder zu eröffnen. Neben der Akuttherapie müssen die Risikofaktoren umgehend erkannt und konsequent behandelt werden, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern.
Um diesem Auftrag gerecht zu werden stehen am EK 8 Überwachungsbetten und ein speziell geschultes Team aus Pflegekräften, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Ärzten zur schnellen umfassenden Diagnostik und Therapie von Hirninfarkten und Hirnblutungen zur Verfügung.
In enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie, Kardiologie und Gefäß- und Thoraxchirurgie kommen alle konservativen und interventionellen/operativen Therapieverfahren (u. a. systemische und lokale Lysebehandlung, Implantation von Stents) zur Anwendung.
Neben den Akutmaßnahmen beginnt bereits auf der Stroke Unit die Rehabilitation. Mit Hilfe des Sozialdienstes und ausgewählten Rehabilitationskliniken wird auch über die Akutphase hinaus die weitere Versorgung gewährleistet. Bei Bedarf steht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stroke Unit die Schlaganfall Selbsthilfegruppe Patienten und ihren Angehörigen zur Verfügung.
Wir sind stets bemüht, an vielversprechenden Studien teilzunehmen, um unseren Patienten frühzeitig neue Therapien anbieten zu können.
Nach erfolgter Diagnostik wird für ausgewählte Schmerzpatienten in einer interdisziplinären Schmerzkonferenz das individuelle persönliche Schmerzproblem diskutiert, die Therapie festgelegt und in regelmäßigen Abständen der Behandlungsverlauf besprochen.
Bezüglich invasiver Verfahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Anästhesie an den Standorten Ravensburg (Chefarzt Prof. Dr. med. Klaus Ellinger) und Wangen (Chefarzt Dr. med. Bernd Kossmann).
Im Interesse unserer Patienten sind wir stets bemüht, Untersuchungstermine innerhalb von zwei Wochen nach erfolgter Anmeldung anbieten zu können. Dabei ist uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Patienten bis zur Besserung der Schmerzproblematik wichtig.
Weitere Links und Selbsthilfegruppen:
http://www.stiftung-kopfschmerz.de/
http://www.deutsche-migraeneliga.de/
http://www.schmerzliga.de/
Das Krankenhaus St. Elisabeth ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm. In diesem Rahmen beteiligt sich die Abteilung Neurologie und Klinische Neurophysiologie an der Ausbildung von Studenten im Praktischen Jahr. Die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fach Neurologie (4 Jahre) liegt vor. Neben dem Einsatz auf einer allgemein-neurologischen Station besteht die Möglichkeit der Mitarbeit auf der Stroke Unit.
Zu den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen zählen:
Darüber hinaus bieten wir unseren PJ-Studenten die Möglichkeit der Teilnahme am Mittwochs-Kolloquium des Krankenhauses St. Elisabeth an, in dessen Rahmen externe Referenten aktuelle neurologische Themen vortragen.
Vorankündigung Mittwochskolloquium:
Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Demenzen
Prof. Dr. Einhäupl
Vorstandsvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin
21. Juli 2010 , 18 Uhr: Konferenzraum 2