Oberschwabenklinik
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Komplette Röntgendiagnostik

Die Radiologische Abteilung am Krankenhaus St. Elisabeth führt sämtliche Arten der Röntgendiagnostik einschließlich Spezialverfahren durch, insbesondere Skelett- und Gelenkdiagnostik, Diagnostik der Thoraxorgane und Funktionsdiagnostik des Magen- und Darmtraktes. Hierbei werden vom geschulten Fachpersonal aktuelle Verfahren und moderne Geräte verwendet, wodurch eine effiziente Diagnostik ermöglicht wird. Gleichzeitig wird die Strahlenbelastung für den Patient auf ein Minimum reduziert. Im Rahmen des Brustzentrums wird die Mammografie (Röntgenuntersuchung der weiblichen Brust) angeboten. Die Abteilung erhält regelmäßig das QRR-Zertifikat (Qualitäts-Ring-Radiologie in der Mammografie).

Angiografie
Die Angiografie ist eine Röntgenuntersuchung der Gefäße, die durch ein Röntgenkontrastmittel sichtbar gemacht werden. Das Kontrastmittel wird in örtlicher Betäubung mittels Hohlnadel oder Katheter in die Arterie oder die Vene eingebracht. Damit können Arterien (Arteriografie) oder Venen (Phlebografie) dargestellt werden. Die Angiografie kommt bei der Diagnose von Gefäßverengungen, Gefäßverschlüssen oder Gefäßmissbildungen, bei der Tumordiagnostik, bei der Suche nach Blutungsquellen und bei der Nachkontrolle von operativen Eingriffen an den Gefäßen zur Anwendung.

Computertomografie
Bei der Spiralcomputertomografie (auch Helix-CT) liegt der Patient auf einer Liege, während eine Röntgenröhre in einer Schnittebene um ihn rotiert. Dabei werden Strahlen durch den Körper gesendet, die dabei, abhängig vom jeweiligen Gewebe, geschwächt bzw. absorbiert werden. Dies wird von Detektoren erfasst, die dann die Werte mit Hilfe eines Computers in ein kontrastreiches Bild umwandeln. So entstehen hochauflösende Bilder aus dem Körperinneren, auf denen Organe wie Herz, Leber und Niere sowie Knochen und Gefäße dreidimensional dargestellt werden können.

Kernspintomografie
Die Kernspintomografie oder Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT) gehört, wie die Computertomografie, zu den Schnittbildverfahren. Dabei arbeitet die MRT jedoch mit einem starken Magnetfeld und Hochfrequenzwellen, d.h. sie benötigt keine Röntgenstrahlen und garantiert somit eine wenig belastende, patientenfreundliche Untersuchung. Die Hochfrequenzwellen sorgen dafür, dass der Körper selbst elektromagnetische Wellen abgibt, welche dann gemessen und mittels Computer in Querschnittsbilder des untersuchten Körperabschnitts umgewandelt werden. Die Schwerpunkte der MRT-Diagnostik sind die Untersuchung von Gehirn, Rückenmark und das Muskel-Skelett-System. Spezialverfahren sind die MR-Angiografie (Gefäßdarstellung), das Kardio-MRT (Herzuntersuchung), die MR-Cholangiografie (Darstellung der Gallenwege) und die MR-Mammografie

Interventionelle Radiologie
Zu den interventionellen radiologischen Verfahren gehören sowohl diagnostische als auch therapeutische Maßnahmen. Dabei werden in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung ohne Narkose) perkutan (durch die Haut) die unterschiedlichsten Verfahren angewendet. Die Vorteile gegenüber einem chirurgischen Eingriff bestehen in schneller Durchführbarkeit, Schmerzarmut und die raschem Heilungsverlauf.

Im Rahmen des Brustzentrums wird die stereotaktischer Lokalisation von krankhaften Befunden vor einer Operation sowie die stereotaktisch geführte Vakuumstanzbiopsie zur Untersuchung oder vollständigen Entfernung von Gewebe angeboten.

Einen Schwerpunkt bilden die Interventionen in der Angiografie. Sie umfassen die Gefäßdilatation (PTA–Gefäßaufdehnung) oder die Implantation von Stents (Gefäßstützen) bei Stenosen (Gefäßverengungen) oder Gefäßverschlüssen oder der Gefäßverschluss von nichtstillbaren Blutungen oder von krankhaften Gefäßen angewendet.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die interventionellen Verfahren in der Computertomografie. Hier können exakt gesteuert und risikoarm Gewebeproben entnommen oder Abszesse (Eiteransammlungen) mit einer Drainage behandelt werden. Bestimmte Nerven können lokalisiert und gezielt unterbrochen werden (Sympathikolyse). Leber- oder Lungentumoren können nach CT-gesteuerter Platzierung einer Spezialsonde durch Erhitzung zerstört werden: Radiofrequenz-Ablation (RFA).

Eine weitere interventionelle Maßnahme ist die perkutane Ableitung der Gallenwege.