Oberschwabenklinik
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Aktuelles

22.01.2009

(wil)


Schon vor dem Baubeginn ist das Interesse am neuen Ärztehaus groß

Die Vorbereitungen für den Bau eines großen Zentrums für niedergelassene Fachärzte am Krankenhaus St. Elisabeth treten in die konkrete Phase. Mit zahlreichen Mietinteressenten sind in den letzten Tagen Gespräche geführt worden. Der Baubeginn ist bereits für Oktober diesen Jahres geplant. Ende 2010 soll das Ärztehaus fertig gestellt sein.

Im Gegensatz zum Krankenhaus, das mit Hilfe des Landes vom Landkreis finanziert wird, baut das Ärztehaus ein privater Investor. Den Zuschlag hat die Firma Reisch aus Bad Saulgau erhalten. Der Landkreis überlässt dem Investor in Erbpacht das erforderliche Grundstück direkt am Weg zum künftigen EK-Haupteingang. Andreas Reisch, Geschäftsführer der Georg Reisch GmbH + Co. KG, rechnet mit einer Bauinvestition von acht bis neun Millionen Euro. Das Ärztehaus wird über eine Mietfläche von 3628 Quadratmeter verfügen. Das Gebäudevolumen ist etwa 14 000 Kubikmeter groß.

Geplant wird das Ärztehaus vom Architekturbüro Arcass aus Stuttgart. Das Büro Arcass hatte den Architektenwettbewerb für das gesamte EK-Bauprojekt gewonnen und plant auch die Neu- und Umbauten für das Krankenhaus. Architekt Manfred Ehrle hat bereits Entwürfe für die Fassade sowie für die Aufteilung der geplanten vier Geschosse des Ärztehauses vorgelegt. Im Inneren sind bereits 70 Prozent der Flächen auf Grund der Nachfrage konkreter Interessenten verplant. Die Fassade wird sich harmonisch in das Gesamtbild des EK-Projektes einfügen. Planungsrechtlich ist der Standort am Krankenhaus für den Bau eines Ärztehauses gesichert.

Nur gut ein Jahr nach dem Baubeginn sollen die Ärzte zum 1. 1. 2011 ihre Praxen in dem neuen Haus in Betrieb nehmen können. Andreas Reisch ist überzeugt davon, dass diese ehrgeizige Terminplanung eingehalten werden kann. Betreut und professionell vermarktet wird das Projekt von Stefan Hoch von der Beratungsfirma Frielingsdorf  Consult aus Köln. Stefan Hoch hebt hervor, dass der Standort neben dem EK eine Toplage in Ravensburg für weitere Gesundheitseinrichtungen ist.

Zusammen mit dem Investor und Vertretern der Oberschwaben Klinik hat Stefan Hoch bereits mit zahlreichen interessierten Ärzten gesprochen. In Kontakt ist er dabei mit Praxen für Handchirurgie sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Erfolgversprechende Gespräche gibt es mit Internisten, Orthopäden und Neurologen. Erwünscht sind darüber hinaus für eine Abrundung des Fächerspektrums im Ärztehaus Praxen für Augenheilkunde, Urologie, Gynäkologie und Psychotherapie. Neben den Praxen wird das neue Ärztehaus auch Räumlichkeiten für ein Sanitätshaus und eine Apotheke bieten.

Ein solches Zentrum direkt neben einem großen Krankenhaus schafft die Voraussetzungen, auf engstem Raum moderne und patientenorientierte Versorgungsstrukturen aufzubauen, sagt Dr. Jan-Ove Faust, Direktor Medizin und Behandlung der Oberschwaben Klinik. Zur Unternehmensphilosophie der OSK gehöre die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Bei der Auswahl der Praxen arbeiten der Investor und die Oberschwaben Klinik eng zusammen. Niedergelassene Fachärzte, so Dr. Faust, haben die Möglichkeit, in die Arbeit der Klinik eingebunden zu werden. Die Fachärzte könnten das medizinische Angebot in den Bereichen, die vom Krankenhaus nicht mit eigenen Ärzten abgedeckt werden, sinnvoll ergänzen. Umgekehrt profitierten die niedergelassenen Ärzte davon, wenn sie sich auf den Hintergrund einer großen Klinik stützen könnten. Gemeinsam werden die niedergelassenen Ärzte und die Oberschwaben Klinik den Patienten ein viel größeres Diagnose- und Therapiespektrum anbieten als wenn jeder nur auf sich alleine gestellt wäre. Das Ärztehaus sei ein wichtiger Baustein für einen „Gesundheitscampus“ nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt, der den Stellenwert von Ravensburg als einem führenden Gesundheitsstandort über die Region hinaus noch weiter stärken wird.



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