(kk)
Die Auffahrt zum ehemaligen Haupteingang wurde komplett inklusive des Brunnens, Treppen und Mauerteile zurückgebaut. Das Gelände wurde eingeebnet, um es exakt zu vermessen. Der alte Medienkanal im zweiten Untergeschoss ist außer Betrieb. Er war die Hauptschlagader zwischen der Technikzentrale und dem Funktionsbau. Sämtliche Versorgungsleitungen des Krankenhauses wurden bereits umgeschlossen und verlaufen nun in dem neuen Kanal.
Anhand einer Tages- und Stundengenauen Terminschiene erfolgte der Umschloss von Trink-, Kühl-, Warmwasser, Dampf und Kondensat. 13 Leitungen mit einem Rohrdurchmesser bis zu 35 Zentimetern waren betroffen. Allein drei Stromtrassen wurden verlegt: die allgemeine Stromversorgung, der Notstrom und einer 20 Kilovoltleitung. Diese Leistung reicht aus, um ein Dorf mit 40 Häusern zu versorgen. Der neue Technikkanal ist 150 Meter lang.
In der nächsten Woche beginnen die Aushubarbeiten für die Baugrube. Insgesamt werden rund 35.000 Kubikmeter Erdreich abgetragen. Zwischen 100 und 120 LKW-Ladungen fahren den Aushub weg. In drei Wochen sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein.
Ende Mai (KW 21) beginnen die Bohrungen für die Geothermie. Durch diese Anlage wird das neue Bettenhaus zukünftig temperiert, also geheizt und auch gekühlt. Die 43 Erdsonden für die Geothermie reichen bis in eine Tiefe von 150 Metern. Parallel dazu laufen weitere Bohrarbeiten. Eine Pfahlgründung soll die Last des Bettenhauses abtragen. 140 Großbohrpfähle werden 15 Meter tief in das Erdreich eingebracht.
Die Pfähle aus Beton mit einem Durchmesser von einem Meter werden bis zu 10 Meter tief in den Boden gegossen. Stahlkörbe erhöhen die statische Belastbarkeit. Durch Verbauarbeiten an der Südseite des Gebäudes wird ein Abrutschen vermieden. Eine Stützwand wird mittels Betonanker im Erdreich fixiert. In Kalenderwoche 28 wird die Bodenplatte fertig sein. Grundsteinlegung für das neue Bettenhaus ist am Mittwoch, 21. Juli 2010. Dr. Monika Stolz, Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg, wird zu den Feierlichkeiten erwartet.
Die Grundfläche des Bettenhauses ist 45 Meter breit und 70 Meter lang. Ab dem Erdgeschoss wird es 20 Meter hoch sein. Die zwei Untergeschosse gehen acht Meter tief in den Boden. Auf der Südseite wird es auf der Höhe des Funktionsbaus abschließen. Die Entfernung zu den bisherigen Bauten beträgt rund zehn Meter.
Auch die Bauarbeiten am Verbindungsbau West zwischen Behandlungs- und Funktionsbau liegen im Zeitplan. Die Tiefengründung wurde bereits abgeschlossen. Neun Großbohrpfähle wurden bis zu 15 Meter und zwölf Mikropfähle bis zu 10 Meter tief wurden dafür in die Erde gebohrt. Diese Bohrungen wurden innerhalb des Gebäudebestandes durchgeführt. Eine Spezialbohrmaschine auf Gummiketten führte die Bohrungen im Zentrallager durch. Bereits am 15. März soll der Verbindungsgang abgerissen werden.
Neben dem zukünftigen Ärztehaus wurde das Gelände eingeebnet und verdichtet. Die Schotterfläche dient als Parkplatz für die beteiligten Baufirmen.