Oberschwabenklinik
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Arcass Freie Architekten BDA Stuttgart

1001 Sonderpreis

Die städtebauliche Einbindung der Baukörper erscheint gelungen, die Verbindung mit dem Altbestand ist proportional und funktional in Ordnung. Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Einbindung in den Grünraum – es müssen keine Altbäume gefällt werden. Der Abstand zur vorhandenen Wohnbebauung ist sehr groß und wirkt daher nicht störend. Die Erschließung über die Krankenhausstraße und der Altstadt funktioniert gut.

Die Parkierung der Pkws unter einem Parkdeck im nordöstlichen Bereich des Geländes ist sinnvoll und richtig und schafft den direkten Bezug zum Haupteingang.

Die Lage der neuen Baukörper zum Bestand ermöglicht neben dem Haupteingang auch weitere Eingänge aus der Stadt und aus anderen Richtungen. Die Proportionen der neuen Gebäudeteile sind gelungen und korrespondieren mit den vorhandenen Volumen der Altbauten; dadurch ergeben sich sehr gute Verbindungen zu den Außenräumen.

Kritisch gesehen wird der sehr geringe Abstand zwischen den beiden Bettenhäusern. Hier ist zu überlegen, ob die beiden Gebäude nicht weiter auseinander gerückt werden können, um großzügigere Innenhöfe zu schaffen.

Die Eingangssituation und die Erschließung über eine zwischen Alt- und Neubauten liegende Magistrale ist gelungen. Die kompakte Struktur des Entwurfs erlaubt sehr gute funktionierende Einzelbereiche sowie vorteilhafte funktionale Zusammenhänge.

Die Anbindung zwischen Allgemeinpflege- und Funktionsdiagnostik ist gelungen. Sämtliche Behandlungseinheiten sind untereinander und mit der Allgemein- und Intensivpflege sehr gut vernetzt. Eine durchgängige Untergeschossebene gewährleistet eine optimale, wirtschaftliche Versorgung- und Entsorgung des Komplexes.

Die Dissonanzen zwischen Städtebau und Architektur auf der einen Seite und der Funktionalität auf der anderen Seite wird in der Diskussion kritisch gesehen.

Die Erweiterbarkeit des Klinikums ist gegeben und zwar durch einen Anbau in östlicher Richtung. Eine Aufstockung der Bettenhäuser sollte aus städtebaulicher Sicht nicht erwogen werden.

Die Anbindung der Strahlentherapie ist nicht optimal und muss verbessert werden. Wünschenswert wäre eine überdachte Anbindung des Ärztehauses.

Hervorzuheben ist, dass die Bauzeit für das Gesamtprojekt relativ kurz ist. Ebenfalls schlüssig sind die einzelnen Bauphasen. Die Anzahl und vor allem die frühzeitige Optimierung der Bettenzahl ist bei dieser Arbeit sehr gelungen.