Oberschwabenklinik
Bauprojekt >  Der Weg zum Bau > Kreis stellt Förderanträge

Kreis stellt Förderanträge für den ersten EK-Abschnitt

Der Kreistag hat einstimmig dem Förderantrag auf finanzielle Unterstützung des Landes für den ersten Abschnitt des EK-Bauprojektes zugestimmt. „Wir sind, was Termine und Kosten betrifft, voll im grünen Bereich“, sagte Franz Baur, Leiter des für die Planung des EK zuständigen Eigenbetriebs IKP des Landkreises, vor dem Kreistag.

Aus haushaltsrechtlichen Gründen wird der Förderantrag für den ersten Bauabschnitt in zwei Teile aufgesplittet. Der erste Teil umfasst den Neubau eines Bettenhauses an der Nord-Ost-Seite des EK, die Außenanlagen, den provisorischen Haupteingang und die Freimachung des Baufeldes. Der zweite Teil des Förderantrages betrifft den Umbau des Funktions- und Behandlungsgebäudes. Einschließlich der Anteile der Oberschwaben Klinik für medizinische und sonstige Ausstattung beziehen sich die Förderantrage auf die Gesamtinvestitionssumme von 112,9 Millionen Euro. Landkreis und OSK hoffen darauf, dass ein Förderbescheid des Landes bis Mai nächsten Jahres vorliegt und danach der Baubeschluss wie geplant Mitte Juni 2009 gefasst werden kann. Etwa 70 Prozent der für den 1. Bauabschnitt erforderlichen Aufträge sollen im Paket zum Jahreswechsel 2009/2010 vergeben werden.

Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des EK ist für das Frühjahr 2010 vorgesehen. Bereits im kommenden Jahr wird an der Nordseite des EK ein Interimsnotfallgebäude errichtet, mit dem die Engpässe in der Notaufnahme des zentralen Krankenhauses der Region der Vergangenheit angehören werden. Das Notfallgebäude soll im Dezember 2009 seinen Betrieb aufnehmen. Bereits im Februar wird damit begonnen, das Baufeld freizumachen. Es wird damit gerechnet, dass das Interimsnotfallgebäude 7,4 Millionen Euro kosten wird. Zu diesen Kosten, die der Landkreis trägt, kommen medizinische Ausstattungen der OSK für 1,3 Millionen Euro.

Der Gemeinderat der Stadt Ravensburg hat zwischenzeitlich entschieden, dass die Stadt dem Landkreis einen Baukostenzuschuss gewährt, indem auf die Erhebung der Baugenehmigungsgebühr für das EK verzichtet wird. Der Betrag soll in die Gestaltung der Außenanlagen fließen, die vom Land nicht gefördert wurden.

Ein Konzept für die Außenanlagen des künftigen EK liegt vom Fachplaner mittlerweile vor. Das Krankenhaus soll inmitten einer grünen Insel liegen. Die Außenanlagen lassen sich in drei Zonen einteilen. Am Hang zur Gartenstraße wird der Bewuchs weitgehend unverändert bleiben. An der Südseite wird es punktuelle Anpassungen geben. An der Nordseite ist eine vollkommene Neugestaltung nötig. Elf Bäume aus dem derzeitigen Baumbestand werden mit drei Meter großen Ballen an den bislang nicht bewachsenen Hang oberhalb der Krankenhausstraße verpflanzt. Eine Bürgerinformation ist für den 28. Januar im Krankenhaus St. Elisabeth vorgesehen.

Für den ersten Bauabschnitt des EK rechnet der Landkreis mit einem Investitionsvolumen von 105,7 Millionen Euro. Dies liegt geringfügig niedriger als die bisher veranschlagten 108,1 Millionen Euro. Dies resultiert aus der Verschiebung von Teilmaßnahmen in den zweiten Bauabschnitt. Insgesamt wird für die Neustrukturierung des EK mit Investitionen von rund 180 Millionen Euro gerechnet.