Oberschwabenklinik
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02.01.2009

(wil)


Die OSK verlegt ihre Bildungsabteilung nach Weingarten

Die Aus-, Fort- und Weiterbildung (AFW) der Oberschwaben Klinik zieht zum 1. Februar 2009 in das Gebäude Hähnlehofstraße 5 nach Weingarten um. In den bisher von der AFW genutzten Räumen im Kinderkrankenhaus St. Nikolaus in Ravensburg richtet die Sankt Elisabeth-Stiftung, der das Gebäude gehört, ab September 2009 eine Kindertagesstätte ein, in die auch Kinder von OSK-Mitarbeitern aufgenommen werden.

Mit dem Umzug der OSK-Abteilung hat ab dem nächsten Jahre eine weitere große Bildungseinrichtung ihren Sitz in Weingarten. Die OSK bietet in der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und für operationstechnische Assistenten mehr als 200 Ausbildungsplätze, davon 140 an der künftig in Weingarten beheimateten Schule. Hinzu kommen zusammen 100 Auszubildende von verschiedenen Kooperationskliniken. Der größte Anteil wird mit 55 Plätzen vom Klinikum Friedrichshafen und mit 33 Plätzen von der Klinik Tettnang eingebracht. Mit ihren Schülern ziehen 20 Lehrerinnen, Lehrer Fortbildungs- und Sekretariatsmitarbeiterinnen nach Weingarten um. Weitere Schulstandorte der OSK sind in Bad Waldsee und in Wangen.

Neben der Berufsausbildung ist die OSK auch in der Fort- und Weiterbildung aktiv. Ca. 3000 Teilnehmer kommen jedes Jahr zu den Seminaren, die künftig in Weingarten angeboten werden. „Die Flächen im 2. Obergeschoss des Gebäudekomplexes Hähnlehofstraße 5 bieten uns hervorragende Möglichkeiten, in modernen und zeitgemäßen Unterrichtsräumen arbeiten zu können“, freut sich Ingrid Jörg, die Leiterin der Aus- Fort- und Weiterbildung. Sie erwartet, dass vor allem der Fort- und Weiterbildungsbereichin den nächsten Jahren deutlich wachsen wird. Die OSK bietet schon heute mehr als 100 Kurse für Personalentwicklungsmaßnahmen der eigenen Mitarbeiter sowie für Fachpersonal aus anderen Gesundheitseinrichtungen an. Die OSK mietet im Hähnlehof 1900 Quadratmeter an und belegt damit rund drei Viertel des 2. Obergeschosses. „Wir haben in Weingarten ausreichend räumliche Möglichkeiten, um wachsen zu können“, meint Ingrid Jörg. Dies wäre in den bisherigen Räumen im St. Nikolaus kaum mehr möglich gewesen. Der neue Standort in Weingarten werde sich zu einem Zentrum für die Weiterbildung und in den Gesundheitsberufen von überregionaler Bedeutung entwickeln.

Für die OSK gibt es einen doppelten Grund, gerade jetzt mit ihrem Bildungsbereich umzuziehen: zum einen das anstehende Neubauprojekt am EK und zum anderen die Einrichtung einer Kindestagesstätte im Kinderkrankenhaus St. Nikolaus. Mit der Kindertagesstätte, die von der Sankt Elisabeth-Stiftung betrieben wird, fallen die bisherigen Unterrichtsräume der AFW weg. „Wir begrüßen und unterstützen die Pläne der Stiftung ausdrücklich. Die Kindertagesstätte gerade auch unseren Mitarbeiterinnen zu Gute“, meint OSK-Geschäftsführerin Dr. Elizabeth Harrison. Um angesichts eines leergefegten Arbeitsmarktes in den Arzt- und Pflege berufen neue Mitarbeiterinnen zu gewinnen und insgesamt als Arbeitgeber für Frauen attraktiver zu werden, sei der OSK eine Kindertagesstätte direkt neben dem EK hoch willkommen.

Hinzu kommt, dass mit dem EK-Bauprojekt bisher im Krankenhaus St. Elisabeth für den Unterricht genutzte Räume nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Mit dem neuen Standort in Weingarten, an dem es sogar ein komplett ausgestattetes Lehrkrankenzimmer geben wird, ist ein kontinuierlicher Unterrichts- und Kursbetrieb gewährleistet.

Bei ihren Bildungsmaßnahmen kooperiert die OSK mit dem Klinikum Friedrichshafen, den Kliniken der Landkreise Biberach und Sigmaringen, den Waldburg Zeil-Kliniken, dem Klinikum Kempten-Oberallgäu, dem Helios-Spital Überlingen, der Klinik Lindau, den südwürttembergischen Zentrenfür Psychiatrie Weissenau, Zwiefalten, Bad Schussenried dem Krankenhaus 14 Nothelfer Weingarten sowie dem Berufsverband für Pflegeberufe. Diese breite Kooperationsbasis wird auch in Weingarten beibehalten. Die OSK wird ihren Bildungsbereich künftig in einer neuen GmbH unter dem Namen „Akademie Gesundheitsberufe Bodensee-Oberschwaben“ führen. Neben der OSK, die 75 Prozent der Anteile halten wird, ist in der Akademie mit einem Anteil von 25 Prozent das Klinikum Friedrichshafen Gesellschafter.



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