Oberschwabenklinik
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Ernährungstherapie

Ernährungsberaterinnen: Martina Prinz und Christel Bordasch

Wir legen Wert darauf, dass Sie möglichst bald wieder mit der oralen Aufnahme von Flüssigkeit und Nahrung anfangen, um die Darmbewegungen anzuregen. Bereits am Tag nach der Operation beginnen Sie mit Tee, Suppe und Joghurt. Wenn nach abführenden Maßnahmen am 2. postoperativen Tag die Darmpassage wieder in Gang gekommen ist, erfolgt ein rascher Kostaufbau mit geeigneten, nicht blähenden Speisen. Als „milde“ Gemüsesorten können hier insbesondere Zucchini, Karotten, Rote Bete, Sellerie, fein pürierter Spinat, Steckrübchen und Fenchel verwendet werden.

Gut bekömmlich sind auch feinfaserige Fleischsorten wie feiner Fleischkäse, Geflügelfleischbällchen, Hacksteak, Haschee oder Bratwürste. Außerdem können Sie bedenkenlos Kartoffeln, Nudeln und Reis sowie klare Suppen mit Einlage (Haferflocken, Gries, Nudeln) genießen. An Fruchtsorten ist in erster Linie die Banane empfehlenswert, die noch dazu sehr kaliumreich ist, außerdem auch Apfelmus und sonstige gekochte Früchte als Kompotte. Zitrusfrüchte wie z.B. Ananas werden auf Grund des Säureanteils eher schlecht vertragen. Desserts wie Pudding, Gelee- und Joghurtspeisen sind sehr gut für den Kostaufbau geeignet.

Vermeiden sollten Sie in der ersten Zeit vor allem blähende Gemüsesorten wie alle Kohlarten, Broccoli, Schwarzwurzel, Spargel, Tomaten sowie Rohkost- und Blattsalate. Wegen des hohen Anteils an Ballaststoffen ist es ratsam zunächst auf Müsli und Vollkornbrot – so lange bis die Magen-Darmpassage wieder einwandfrei funktioniert - zu verzichten. Im Laufe des stationären Aufenthaltes wird eine individuelle Ernährungsberatung stattfinden. Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass Sie nach Abschluss der Rekonvaleszenzphase all das, was Ihnen schmeckt, wieder essen können.

Selbstverständlich ist eine Diät aufgrund einer anderen Erkrankung, z.B. Diabetes mellitus, weiterhin erforderlich.