Oberschwabenklinik
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Abteilungsdarstellung Visceralchirurgie

In der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Krankenhauses St. Elisabeth, Ravensburg wird das gesamte Spektrum der modernen Allgemein- und Viszeralchirurgie mit Ausnahme der Organtransplantation angeboten; alle modernen Therapieverfahren sind etabliert. Es stehen 34 Betten für die stationäre Behandlung zur Verfügung.

Die Visceralchirurgie bedeutet die „Chirurgie der Eingeweide“, also des Magen-Darm-Traktes von der  Speiseröhre bis zum Enddarm; zudem gehört  zu der Visceralchirurgie die  Chirurgie bei Erkrankungen der Drüsen, also Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Bauchspeicheldrüse, Nebenniere und auch Leber.

Ein Schwerpunkte der Abteilung ist die Onkologische Chirurgie, also die Chirurgie bei Tumorerkrankungen von Dickdarm und Mastdarm und anderen Organen wie Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse, Thymus, Speiseröhre, Nebenniere.  Eine herausragende Expertise besteht für die Behandlung des Mastdarm- und Dickdarmkrebses (Rektum- /Coloncarcinom). Außer den standardisierten Routineeingriffen werden auch komplexe Operationen bei fortgeschrittenen Tumoren mit Befall mehrerer  Organe (sogenannte Multivisceralresektionen) oder auch Wiederholungseingriffe durchgeführt.

Für alle Patienten wird in der Interdisziplinären Tumorkonferenz zusammen mit Onkologen, Gastroenterologen und Strahlentherapeuten ein gemeinsames Therapiekonzept festgelegt. Neoadjuvante (Vorbehandlung vor Operationen mit Bestrahlung und Chemotherapie ) und adjuvante (Nachbehandlung nach Operationen) Therapiekonzepte sind feste Bestandteile unserer Therapiekonzepte. Auch Patienten mit Lebermetastasen werden in der Abteilung in hoher Frequenz operiert. Alternativ können Lebermetastasen auch interventionell mit Radiofrequenzablation  in unserer Klinik behandelt werden.

Eine Spezialität der Abteilung ist die Transanale Endoskopische Mikrochirurgie (TEM): mit dieser Technik können gutartige (und in Ausnahmefällen auch bösartige) Tumoren des Mastdarmes ohne Bauchschnitt entfernt werden können.

Ein zweiter Schwerpunkt der Abteilung ist die chirurgische Therapie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), insbesondere die Pouchoperation und Fisteloperationen bei Morbus Crohn. Hierfür hat die Abteilung eine überregionale Reputation.

Die Minimalinvasive Chirurgie („Schlüsselloch-Chirurgie“) wird routinemäßig durchgeführt  bei Erkrankungen der Gallenblase, Leistenbrüchen, Refluxerkrankung der Speiseröhre, Stuhlinkontinenz, gutartigen Erkrankungen des Dickdarms, der Nebenniere, Verwachsungen nach Operationen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung ist die Behandlung von Patienten mit Stuhlinkontinenz, chronischer Verstopfung und anderen Stuhlentleerungsstörungen. Hierfür gibt es eine Spezialsprechstunde. Alle modernen Untersuchungsmethoden sind vorhanden, so dass für diese Patienten nach eingehender Diagnostik eine individuelles Behandlungskonzept erstellt werden kann. Viele dieser Patienten müssen operiert werden.

In der Abteilung wird auch die kinderchirurgische Grundversorgung (Leistenbrüche, Nabelbrüche, Hodenhochstand, Magenpförtnerenge und Vorhautverengung) durchgeführt.