Oberschwabenklinik
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Wie erfolgt die Nachsorge bei Darmkrebs?

Patienten mit einem Darmkrebs im UICC-Stadium-II oder –III (größere Tumoren oder bei Lymphknotenbefall) sollten eine spezielle Tumornachsorge bekommen. Bei Patienten im UICC-Stadium I ist das Risiko eines Rückfalls so gering, dass eine regelmäßige Nachsorge nicht erforderlich ist.

Die Tumornachsorge sollte von einer koordinierenden Stelle aus (Hausarzt, Tumorambulanz) unter Einbezug und laufender Orientierung der beteiligten Ärzte (Chirurg, Gastroenterologe, Onkologe, Radioonkologe, Radiologe etc.) geplant und organisiert werden. Vorausgesetzt wird eine vollständige Koloskopie vor der Darmoperation oder baldmöglichst nach der Darmoperation (vorzugsweise innerhalb der ersten 3 Monate).

Nach der operativen Tumorentfernung wird Ihnen mitgeteilt, ob und in welchem Umfang eine regelmäßige Tumornachsorge notwendig ist. Das primäre Ziel einer Nachsorge ist es, möglichst früh das Auftreten von neuem Tumorwachstum (Rezidiv) oder von Tochtergeschwülsten (Metastasen) zu entdecken und darauf zu reagieren. Auch bei einem Tumorrezidiv oder bei Auftreten von Metastasen gibt es meist gute Behandlungsmöglichkeiten. Hierbei spielen vor allem die ersten beiden Jahre nach der Operation eine wichtige Rolle, da innerhalb dieser Zeit das Risiko, erneut an dem Krebsleiden zu erkranken, am größten ist.

Das Risiko, erneut an Darmkrebs zu erkranken, sinkt mit den Jahren, sodass die Kontrollzeiträume mit der Zeit verlängert werden können und die Tumornachsorge in der Regel nach 5 Jahren beendet werden kann.

 

Was beinhaltet eine Tumornachsorge?

Zur Basisnachsorge gehören das ärztliche Gespräch, die körperliche Untersuchung, die Kontrolle von Laborparametern im Blut, die Bestimmung des Tumormarkers CEA, eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane sowie eine Röntgenaufnahme der Lunge. Diese Untersuchungen sollten beim Dickdarmkrebs in den ersten 3 Jahren alle 6 Monate, im 4. und 5. Jahr im jährlichen Rhythmus durchgeführt werden. Beim Enddarmkrebs werden die Untersuchungen im ersten Jahr in 3-monatigen Abständen empfohlen.

Ein weiterer fester Bestandteil der Nachsorge ist die Dickdarmspiegelung (Koloskopie). Beim Dickdarmkrebs empfiehlt man die Untersuchung nach dem 1. Jahr, 2. Jahr, 3. Jahr und 5. Jahr. Die Enddarmspiegelung (Rektoskopie) wird beim Enddarmkrebs im 1. Jahr in 3-monatigen Abständen, im 2. und 3. Jahr in halbjährlichen Abständen empfohlen. Im 4. und 5. Jahr gelten jährliche Abstände als ausreichend.


Für einen routinemäßigen Einsatz der Computertomografie (CT) innerhalb der Nachsorge gibt es derzeit keine festen Empfehlungen. Eine postoperative Computertomografie von Bauch und Becken kann beim Enddarmkrebs zur Erhebung einer Ausgangssituation 6 Monate nach der Operation durchgeführt werden.

Nachsorgekalender